Unsere besondere Schule

Der Unterricht ist an unserer Ganztagsschule in den gemeinsamen Schulalltag eingebettet. So wird die Schule für die Kinder zu ihrem „Haus des Lernens“. Schon die gemeinsamen Mahlzeiten mit allem was dazu gehört – den Tisch decken, das Essen austeilen und servieren, Geschirr spülen, Zähne putzen, gelegentlich auch selber kochen – bieten viele wertvolle Lernmöglichkeiten und geben den Kindern ein Alltags-„Gerüst“.Bilder

Ein weiteres wichtiges Element ist die Pflege der Gemeinschaft nicht nur in der Klasse, sondern darüber hinaus. Dem dient der gemeinsame tägliche Morgenkreis, zu dem sich alle Kinder und Erwachsenen vor Unterrichtsbeginn einfinden. Es wird gesungen, gebetet, es werden Geburtstage angesagt und Besuch begrüßt. Die gemeinsame Verehrung des Göttlichen, das gemeinsame Ernstnehmen des Wichtigen im Alltag ermöglicht nicht nur für die Kleinen das Ankommen in ihrer Schule, er wird auch, wenn es authentisch ist, von den großen Schülern mitgetragen – und erneuert so jeden Tag die Schulgemeinschaft.

Das Pendant zum Morgenkreis ist der Schlusskreis zum Abschluss des Schultages, der einen leichteren Charakter hat. Man trifft sich noch einmal kurz, um sich gegenseitig wahrzunehmen und besondere Ereignisse des erlebten Tages zu nennen oder stolz fertiggestellte Werkstücke zu zeigen.

Bei den sogenannten Monatsfeiern, einem traditionellen Waldorfelement, zeigen die Klassen sich in Form kleiner Aufführungen, was sie in letzter Zeit erarbeitet haben. Das täglich in Morgen- und Schlusskreis geübte gegenseitige Wahrnehmen der Klassen bewährt sich hier und führt zur Vertiefung der Erfahrung als Schulgemeinschaft.

Die einmal jährliche Klassenfahrt ca. ab der 3. Klasse verstärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Klasse. Einige Tage bis zu mehreren Wochen ohne die Eltern im Kreise ihrer Freunde zu verbringen, ist für die Kinder eine beglückende Erfahrung und führt sie in die Selbstständigkeit.

Weitere Glanzpunkte im Schulalltag sind die innerhalb der Klasse und der Schulgemeinschaft würdig gestalteten Jahresfeste (hierzu dient auch der in jeder Klasse gepflegte „Jahreszeitentisch“) wie Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, Johanni, Michaeli, Martini, Advent, Weihnachten, die Dreikönigszeit und last but not least der Karneval. In Klassen, in denen Kinder anderer Religionsbekenntnisse sind, werden, wenn Kinder oder Eltern dies hereintragen, auch z.B. muslimische Traditionen beachtet.

In Absprache mit den Eltern nehmen die Kinder am überkonfessionellen christlichen Religionsunterricht teil, der von dazu qualifizierten Lehrkräften gegeben wird.

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Zur alltäglichen Schulgemeinschaft gehören außer den Kindern und den Lehrkräften auch die jungen Menschen, die bei uns den Bundesfreiwilligendienst oder das Freiwillige Soziale Jahr machen. Teilweise sind sie als Integrationskraft einem Kind an die Seite gestellt, das besondere Hilfen benötigt, um sinnvoll am Unterricht teilnehmen zu können. Die meisten unserer jungen Helferinnen und Helfer haben aber die Aufgabe, den Unterricht zu unterstützen, indem sie wie der „verlängerte Arm der Lehrkraft“ den Kindern dabei helfen, die Unterrichtsinhalte individuell tätig umzusetzen.