Weitere pädagogische Akzente unserer Schule

Unsere Bienen

BilderJede Woche beschäftigt sich eine Schülergruppe intensiv mit den Bienen. Durch verschiedene Spenden ist es gelungen, eine schuleigene Imkerei aufzubauen. Die Imkerschüler lernen unter Anleitung eines erfahrenen „Bienenvaters“ die Geheimnisse der Bienen- und Imkereiwelt kennen und können alle Arbeiten ausführen, die der Imker im Jahreslauf zu tun hat. Im Winterhalbjahr werden Kerzen hergestellt, Beuten – so nennt der Imker die Bienenbehausungen – hergestellt und Rähmchen für die Waben zusammengeleimt und genagelt. Im Sommerhalbjahr wird Rainfarn gesammelt und getrocknet, der für die Raucherzeugung benötigt wird, um einen Einblick ins Innere des Bienenstockes zu gewinnen und die Bienenvölker zu bearbeiten. Die Schüler können beobachten, wie sich ein Schwarm im Baum sammelt, wie dieser dann eingeschlagen wird, wie die Bienen am Flugloch ein- und ausfliegen. Sie sehen die Geburt von Bienen auf der Wabe und wie die heimgekehrten Bienen den anderen durch einen Tanz auf der Wabe mitteilen, wo sie Nektar oder Pollen gefunden haben. Für die Honigernte entdeckeln sie die vollen Zellen der Honigwaben, um sie dann zu schleudern und den frischen, flüssigen Honig in einem großen Behälter aufzufangen. In Gläser abgefüllt wird das flüssige Gold dann im Schülerladen verkauft.

Begleitend zu der interessanten Arbeit wird den Schülern die ökologische Bedeutung der Bienenhaltung und Bienengesundheit nahegebracht – ein hochbrisantes Thema!

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Tiergestützte Heilpädagogik

BilderTiere bereichern den Alltag an der Johanna-Ruß-Schule und unterstützen unsere Pädagogik. Mehrere Hunde und Meerschweinchen leben in den Klassen mit, auf dem Gelände „Alte Heinbach“ arbeiten wir mit Ziegen und Pferden.

Seit dem 8. Jahrhundert ist der positive Effekt bekannt, den Tiere auf Menschen haben – doch erst seit dem 20. Jahrhundert wird er verstärkt zu pädagogischen und therapeutischen Zwecken eingesetzt. Einer der Pioniere, der Kinderpsychotherapeut Boris Levinson, zog aus jahrelangen Studien das Fazit, „dass besonders Kinder, körperlich Kranke, psychisch gestörte und benachteiligte Menschen unbedingt Tiere um sich brauchen“.

Tiere benötigen viel Aufmerksamkeit, Pflege und Fürsorge des Menschen, der mit ihnen eine empathische Beziehung eingeht. Die Nähe zu Tieren gibt dem Menschen das Gefühl, gebraucht zu werden, regt ihn zu Beobachtungen an und führt zu Erkenntnissen. Das Tier hört zu, wird zum Begleiter, Beschützer, Vertrauten, und es können sich sogar Freundschaften entwickeln. Tiere spiegeln dem Menschen die eigenen Gefühle zurück. Das eigene Selbstkonzept wird verbessert, das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gestärkt.

Das Streicheln von Tieren entspannt und beruhigt, der Stress lässt nach, die Herzfrequenz und der Blutdruck werden gesenkt. Dies wirkt sich positiv auf die Stimmung des Menschen aus und erleichtert es damit, soziale Bindungen und soziale Kompetenzen aufzubauen.

Tiere in der Heilpädagogik unterstützen Kinder und Jugendliche in ihrer Kommunikationsfähigkeit und ihrer gesamten Entwicklung. Tiere nehmen den Menschen vorurteilsfrei an, ohne zu bewerten, und fördern somit die emotionale und soziale Intelligenz des Menschen.

Wir arbeiten meist in kleineren Gruppen von höchstens 5 bis 6 Kindern/Jugendlichen mit den Tieren.

Voraussetzungen sind dabei:

Ziele der tiergestützten Pädagogik:

Konkret geht es um…

Die Schule sorgt in Zusammenarbeit mit den Eltern für Sicherheit im Bereich der tiergestützten Pädagogik durch: